Mobile Jugendarbeit

der Gemeinde Muttenz

Jugendarbeit hört nicht bei der Aussentüre des Jugendhauses auf Deshalb sind die Mitarbeitenden der FABRIK seit 2005 mit 40 Stellenprozent auch auf den öffentlichen Plätzen in Muttenz unterwegs, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Die Mobile Jugendarbeit (MJA) der Gemeinde Muttenz ist somit ein erweitertes Angebot des Jugend- und Kulturhauses Fabrik, die den Fokus jedoch mehr auf die Aufsuchende Jugendarbeit im öffentlichen Raum legt.

Das Angebot der Mobilen Jugendarbeit richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, Gruppen oder Cliquen zwischen 12 und 25 Jahren, welche den öffentlichen Raum, wie Strassen, Plätze, Parkanlagen, Schulanlagen oder Tramstationen als Treffpunkte nutzen.

 

Die mobilen Jugendarbeitenden sind auf verschiedenen Routen, im Normalfall in Zweier-Teams, unterwegs. Sie versuchen in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Alternativen in den Bereichen des Risiko-, Freizeit- und Sozialverhaltens ihrer Lebenswelt aufzuzeigen, um ein gemeinsames Mitgestalten und Partizipieren im öffentlichen Raum zu ermöglichen.

Freiwilligkeit und Akzeptanz sowie Vertrauensschutz und Anonymität der jeweiligen Individuen sind dabei von grosser Wichtigkeit. Die Freiwilligkeit der Angebote ist die Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Somit wird den Jugendlichen und jungen Erwachsenen überlassen, ob sie mit den Mobilen Jugendarbeitenden in Kontakt treten möchten oder nicht.

Persönliche Daten der aufgesuchten Jugendlichen werden grundsätzlich nicht erhoben. Im Umgang mit Informationen von Jugendlichen gilt das Prinzip der vom Berufskodex (Avenir Social) vorausgesetzten Schweigepflicht.

Jede/r Jugendliche und junge Erwachsene ist, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion, seines Geschlechts, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seiner sexuellen Orientierung und seiner Verhaltensweisen, wertvoll für die Gesellschaft. Deshalb begegnen die Mobilen Jugendarbeitenden der Zielgruppe mit einer wertschätzenden Grundhaltung, um die Jugendlichen in ihrem Selbstwert zu bestärken und ihre persönlichen Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Stärken miteinzubeziehen.

Die MJA erfolgt grundsätzlich im Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Mobilen Jugendarbeitenden vertreten die legitimen Anliegen der Jugendlichen und begleiten diese bei Konflikten.       
Konfliktsituationen werden gemeinsam angegangen und die MJA vermittelt in der Lösungsfindung. Die MJA übernimmt keine Kontrolle im Öffentlichen Raum und setzt auch keine Regeln und Gesetze durch.

Die MJA kooperiert sowohl mit professionellen Stellen (wie z.B. Schulen, sozialen Einrichtungen, Behörden, Betrieben, usw.) als auch mit Bürger*innen resp. Anwohner*innen und Nutzer*innen der entsprechenden Räume, sozialen Gruppen und Vereinen im Umfeld der Jugendlichen.

Die Mobilen Jugendarbeitenden planen und führen in Kooperation mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einerseits Animations- und Bildungsprojekte, andererseits soziokulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten im Gemeinwesen durch. Den Jugendlichen wird eine Plattform geboten, in die sie sich aktiv einbringen können.

Das Angebot der mobilen Jugendarbeit ist niederschwellig angelegt und für alle Fragen und Anliegen offen, die Jugendliche mitbringen. Wenn erwünscht, übernehmen die Mobilen Jugendarbeitenden eine vermittelnde Funktion zwischen den Jugendlichen und bestehenden Institutionen und Beratungsstellen.